
Mit seinem neuen Roman zeigt Benjamin Lebert, dass er eine feste Größe in der Literatur geworden ist.
Benjamin Lebert, vor zehn Jahren die literarische Sensation mit seinem Debütroman Crazy, erweist sich als versierter Erzähler mit einem genauen Gespür für Atmosphären und Abgründe, scharfem Blick für Situationen und Befindlichkeiten, feinem Humor und kompositorischer Raffinesse.
Steakhouse Fullpounder, Harrisonstreet, New York. In diesem Restaurant sitzen drei alte Männer und unterhalten sich. Die drei Männer kommen jedes Jahr einmal in dieses Steakhouse, immer im Juni, immer nur für einen Abend. Aber schon seit über dreißig Jahren. Die Geschichte der drei ist eine Geschichte, die die ganze Welt kennt. Aber nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt. Einer Nacht nämlich, im Jahre 1962. Was danach mit den Männern passierte, verlor sich irgendwo in den Gewässern der San Francisco Bay, im Nebel von Gerüchten und Spekulationen um den möglicherweise einzigen gelungenen Ausbruch aus dem Inselgefängnis Alcatraz. Alles, was es über die legendäre Haftanstalt und den spektakulären Ausbruchsversuch an Informationen gibt, findet sich in der großen weißen Kiste von Jimmy, einem Imbissbesitzer aus dem Manhattaner Stadtteil Chelsea - und abrufbereit in seinem Repertoire von Fakten, Theorien und Anekdoten. Der junge Deutsche Anton, der einen Sommer bei Jimmy in New York verbringt, gerät in den Sog dieser Geschichten und stößt dabei auf Stationen seiner eigenen Vergangenheit, denen er lieber auch entkommen wäre.
Wieviele Chancen gibt uns das Leben?
Immer wieder neue? Oder immer wieder dieselbe?
Darum dreht sich dieses Buch.